Herzlich Wilkomen

Herzlich willkommen!!
Am 29.04. gehts für mich los in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten!

In dem Land, das einen aufgepumpten Ösi, zum Gouverneur gewählt hat, und in dem man in (theoretisch) vom Tellerwäscher zum Millionär werden kann, will auch ich mein Glück versuchen!
Sollten fünf Monate nicht reichen um mich mit einem hochhonorierten Politischen Amt betieteln zu lassen oder mich mit einer Schnapsidee zum Millionär zu machen, oder beides zusammen, komme ich halt wieder.

Dieser Blogg soll dazu dienen, von meinen Erfolgen zu berichten! ;)

Viel Spaß beim Lesen

Dienstag, 21. August 2012

Le Camping es tres bien!

Salut mon amis! Allo a tous!

Ja, lange nichts gehört, aber nun gibts wieder was auf die Ohren!

Am Donnerstag sind wir drei coolen Typen ein wenig in einem der vielen  Parks in Montreal rumgelegen und haben das gute Wetter genossen. Die Früchte die wir uns zuvor auf dem Markt gekauft hatten konnten unseren Hunger nicht sehr lange stillen und so sind wir gegen Nachmittag nach little Italy, um uns auf die Suche nach einer guten Pizza zu begeben.

Fündig sind wir auch geworden. Das Restaurant, dass sich später als echter Geheimtipp  herausstellte hatte eine, für deutsche Standards sehr seltsame Eigenheit: Man durfte sich Wein und Bier selbst mitbringen. Ist irgend so ein Steuerding… Praktisch für uns war aber, dass sich direkt neben dem Restaurant ein Getränkehändler niedergelassen hat. Also, zwei Flaschen Wein, von Fachmann Davidö ausgesucht und nach nur einer dreiviertel Stunde warten ging das Pizzavergnügen schon los.

stolzer David mit eigens ausgewähltem Wein
 
Freitag war es Regnerisch und so ging außer Internet und Zocken nicht viel…

Am Samstag sollte es dann jedoch los gehen. Unsere Lust auf Großstädte war nicht gerade groß, unsere Lust auf Natur hingegen war enorm. Also ging es nordwärts entlang des St. Laurent Stromes. Unser Plan war bei einem Campingplatz anzuhalten und es uns dort gut gehen zu lassen.

Kurz vor Baie-Saint-Paul gab es einen Aussichtspunkt, den der aufmerksame Beifahrer Lukas natürlich gesichtet hat, und wahrscheinlich auch wusste, dass sich hier eine Tourist-Information befand. Nach kurzer Auscheckung der Aussicht und einem Abchecken der Karten und der Flyer mit den örtlichen Campingplätzen ging die Fahrt weiter.

Kartenleseprofis bei der Arbeit
 
Um zum ersten Campingplatz zu gelangen, mussten wir mit der Fähre auf die Ile-aux-Coudres, was soviel heißt, wie verdammt kleine, wirklich langweilige Insel, auf der keiner Arbeiten, Wohnen oder sich lange aufhalten will. Eigentlich war die Insel ganz schön und lag auch sehr idyllisch auf in mitten des Stromes, jedoch enttäuschte uns der Campingplatz so sehr, dass uns kaum gute Worte für die Insel einfallen. Nur so viel, der Campingplatz sah aus wie der Gypsie-Platz bei Snatch und der Typ an der Rezeption war ungefähr 100 Jahrre alt, hatte keine Zähne und sprach nur Französisch. Jedoch kein verständliches Schulfranzösisch, sondern das Französisch was entweder in Ellwangen oder im Wald gelehrt wird. Da die Fähre nur noch im Stundentakt übersetzte, und sich niemand lange auf der Insel aufhalten wollte, mussten wir verdammt lange warten um wieder aufs Festland zu gelangen.

Herr Moser eingezwängt

Panorame von der Fähre aus

Captn Lukas

Saint Laurent Strom
 
Dort angekommen war es schon recht spät und so beschlossen wir für diesen Tag nur auf einen Platz, der nicht in der engeren Auswahl war zu gehen um am Sonntag nach einem besseren zu suchen.

Feuerprofis Jonas und ich

posieren fürs Fotoalbum

traumhafter Morgen

posen
 
Nachdem wir Samstagabend auf dem Campingplatz getanzt haben bis die Bären kamen, wurde der Campingplatz Le Genévrier wieder verlassen. Nun ja, getanzt wurde nicht, dafür gab es ein ordentliches Feuer und Lagerfeuergeschichten von Onkel Jonas, David und mir.

Die Fahrt zum Campingplatz des Erables war gar nicht so lange und so erreichten wir den kleinen, sehr schmucken Platz schon gegen Mittag. Die Zeltplatzmutter war superfreundlich und hat uns erst mal einen eigenen Stellplatz aussuchen lassen. Die fantastische Aussicht und der Preis bestachen einfach und es war schnell klar, hier bleiben wir für drei Tage. Der Sonntag wurde dann als Faultag bestimmt, und so wurde außer dem Einkauf für die nächsten Tage nicht sehr viel Produktives unternommen.

Salatschleuderprofi Lukas

Herr Obama, den wir von Onkel Marc bekommen haben

Herr Obama soll Haare bekommen, diese wachsen aus einer Kresse-Gel-Mischung

Jonas verpasst iihm noch Bart und Augenbraue

David spielt mit der Cam

zwei sau starke Typen
In unserer Einkaufsliste stand natürlich zwei Dinge: Fromage und Wein, die wir uns hier, weil es sich hier wie Frankreich anfühlt, genüsslich reingelassen haben.

Die Recherche zum Freizeitangebot in der Region ergab viele Möglichkeiten, wie wir die kommenden Tage verbringen konnten. Wir jedoch hatten sau Bock auf Natur und es war schnell klar, dass wir in den Parc national des Hautes-Gorges-de-la-Rivière-Malbaie gehen würden.

Der Nationalpark lockte uns mit Kanu-, Kajak- und Wanderangeboten, die im Vergleich mit denen in Whistler jeden Schwaben mit der Zunge schnalzen ließen.

Am Montagvormittag starteten wir also in Badeklamotten in den Park. Ein Kanu für zwei und ein Einzelkakjak warteten schon auf uns, bereit die Wildwasser von Quebec unsicher zu machen. Captain Luke und Kombüsen Jonas starteten im Knau, während David mit dem Kakjak vorlieb nahm. 

Kakjak David

die Piraten

Spass, soo viel Spass

Die Fahrt auf dem Rivière-Malbaie war sehr kräftezehrend, zumal man erst einmal gegen den Strom paddeln musste um am Ende alles wieder runter zu sausen…naja, „sausen“ ist hier das falsche Wort, auf der Hinfahrt war die Strömung sau stark, auf der Rückfahrt jedoch eher minimal, was des Paddeln doppelt anstrengend machte.

David und Jonas am Ufer

Vesperpause, Frankreichstyle

Panorame mit Jonas

Panorama mit Doppeljonas und Trippeldavid
Viele andere Paddler wurden hinter uns gelassen und einem paar Profikajakern haben wir es so richtig gezeigt, als wir die stärkste Stromschnelle, im Gegensatz zu ihnen, hoch gekommen sind.

Am Abend waren wir ziemlich fertig und bis auf die tägliche Spaghetti-Pesto-Ration haben wir nicht mehr viel hin bekommen…

Dienstagmorgen starteten wir in Wandermontur, denn die härteste Wanderstrecke im Park wartete auf uns 20km und 800 Höhenmeter galt es zu überwinden. Nachdem wir uns auf einem Stück Straße vier Kilometer warmgelaufen hatten, Startete der eigentliche Trail. 

Ich beim Versuch ein Murmeltier zu erlegen
 Kilometer eins war brutal. Ein Kilometer lang Treppen aus Naturstein, bei denen die Stufen zwischen 30cm und 70cm variierten. Das Schild, was den ersten Kilometer markierte, schockte uns sehr, da wir schon ziemlich am schwitzen und außer Puste waren. Je höher wir kamen, desto angenehmer wurde die Strecke und so wurde trotz Regen und viel Wind der Gipfel erreicht. Jonas und Davids Tempo war zwischenzeitlich nein bisschen zu krass für mich, was jedoch an meinem 2-monatigem USA-Vorsprung lag…

Aussicht auf den Kanufluss

noch nicht auf dem Gipfel, dennoch Jubel

Schwiegersohn-Lächeln

krasse Klippe

Freeklimbing

Jonas wird veräppelt und merkts net

Seen vom Gipfel aus gesehen

FIN
 
Der Abstieg war einfacher wie der Aufstieg, jedoch musste man höllisch aufpassen, da der ein oder andere Stein wirklich zum Umknicken und hinfallen einlud. Gegen Ende des Abstiegs ist genau dies einem gewissen Jonas Mauch passiert, wobei ich glaube, dass er hier über eine Wurzel gestolpert ist, Wurzeln sind so ziemlich seine Achillesferse.
Wandersmänner

eiskalter Wind, die Frisur hält
 
Der Auf- und Abstieg erinnerten mich an eine Szene aus Herr der Ringe, bei der Gollum, Sam und Frodo über eine schmale, sehr steile Treppe nach Mordor gelangen wollen. Dies hatte ich erwähnt, und da David so langes, volles Haar hat, habe ich geschlussfolgert, dass er Sam sei. Um gleich einem schlechten Witz Jonas entgegen zu wirken, der heute echt nur schlechte Witze gemacht hat, hab ich angemerkt, dass ich frisurtechnisch absolut nix mit Gollum gemein habe…was natürlich nur mit Gelächter aufgenommen wurde… Nach ca. viereinhalb Stunden sind wir dann wieder am Parkplatz angekommen. Echt schnell, denn die 10,2km lange Wanderung, die unser Hike beinhaltete, war alleine schon für vier bis sechs Stunden ausgeschrieben.

nassgeschwitzter Typ

nassgeschwitzter Typ

nassgeschwitzter Typ

nassgeschwitzter Typ

nassgeschwitzter Typ

nassgeschwitzter Typ
 
Jetzt sind wir noch platter wie gestern und freuen uns schon auf Boston und New York!


Bis dän!


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