Salut mon amis! Allo a tous!
Ja, lange nichts gehört, aber nun gibts
wieder was auf die Ohren!
Am Donnerstag sind wir drei coolen
Typen ein wenig in einem der vielen Parks
in Montreal rumgelegen und haben das gute Wetter genossen. Die Früchte die wir
uns zuvor auf dem Markt gekauft hatten konnten unseren Hunger nicht sehr lange
stillen und so sind wir gegen Nachmittag nach little Italy, um uns auf die
Suche nach einer guten Pizza zu begeben.
Fündig sind wir auch geworden. Das
Restaurant, dass sich später als echter Geheimtipp herausstellte hatte eine, für deutsche
Standards sehr seltsame Eigenheit: Man durfte sich Wein und Bier selbst
mitbringen. Ist irgend so ein Steuerding… Praktisch für uns war aber, dass sich
direkt neben dem Restaurant ein Getränkehändler niedergelassen hat. Also, zwei
Flaschen Wein, von Fachmann Davidö ausgesucht und nach nur einer dreiviertel
Stunde warten ging das Pizzavergnügen schon los.
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| stolzer David mit eigens ausgewähltem Wein |
Freitag war es Regnerisch und so ging außer
Internet und Zocken nicht viel…
Am Samstag sollte es dann jedoch los
gehen. Unsere Lust auf Großstädte war nicht gerade groß, unsere Lust auf Natur
hingegen war enorm. Also ging es nordwärts entlang des St. Laurent Stromes.
Unser Plan war bei einem Campingplatz anzuhalten und es uns dort gut gehen zu
lassen.
Kurz vor Baie-Saint-Paul gab es einen
Aussichtspunkt, den der aufmerksame Beifahrer Lukas natürlich gesichtet hat,
und wahrscheinlich auch wusste, dass sich hier eine Tourist-Information befand.
Nach kurzer Auscheckung der Aussicht und einem Abchecken der Karten und der
Flyer mit den örtlichen Campingplätzen ging die Fahrt weiter.
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| Kartenleseprofis bei der Arbeit |
Um zum ersten Campingplatz zu
gelangen, mussten wir mit der Fähre auf die Ile-aux-Coudres, was soviel heißt,
wie verdammt kleine, wirklich langweilige Insel, auf der keiner Arbeiten,
Wohnen oder sich lange aufhalten will. Eigentlich war die Insel ganz schön und
lag auch sehr idyllisch auf in mitten des Stromes, jedoch enttäuschte uns der
Campingplatz so sehr, dass uns kaum gute Worte für die Insel einfallen. Nur so
viel, der Campingplatz sah aus wie der Gypsie-Platz bei Snatch und der Typ an
der Rezeption war ungefähr 100 Jahrre alt, hatte keine Zähne und sprach nur
Französisch. Jedoch kein verständliches Schulfranzösisch, sondern das Französisch
was entweder in Ellwangen oder im Wald gelehrt wird. Da die Fähre nur noch im
Stundentakt übersetzte, und sich niemand lange auf der Insel aufhalten wollte,
mussten wir verdammt lange warten um wieder aufs Festland zu gelangen.
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| Herr Moser eingezwängt |
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| Panorame von der Fähre aus |
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| Captn Lukas |
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| Saint Laurent Strom |
Dort angekommen war es schon recht
spät und so beschlossen wir für diesen Tag nur auf einen Platz, der nicht in
der engeren Auswahl war zu gehen um am Sonntag nach einem besseren zu suchen.
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| Feuerprofis Jonas und ich |
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| posieren fürs Fotoalbum |
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| traumhafter Morgen |
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| posen |
Nachdem wir Samstagabend auf dem
Campingplatz getanzt haben bis die Bären kamen, wurde der Campingplatz Le Genévrier wieder verlassen. Nun ja, getanzt wurde nicht,
dafür gab es ein ordentliches Feuer und Lagerfeuergeschichten von Onkel Jonas,
David und mir.
Die Fahrt zum Campingplatz des Erables
war gar nicht so lange und so erreichten wir den kleinen, sehr schmucken Platz
schon gegen Mittag. Die Zeltplatzmutter war superfreundlich und hat uns erst
mal einen eigenen Stellplatz aussuchen lassen. Die fantastische Aussicht und
der Preis bestachen einfach und es war schnell klar, hier bleiben wir für drei
Tage. Der Sonntag wurde dann als Faultag bestimmt, und so wurde außer dem
Einkauf für die nächsten Tage nicht sehr viel Produktives unternommen.
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| Salatschleuderprofi Lukas |
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| Herr Obama, den wir von Onkel Marc bekommen haben |
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| Herr Obama soll Haare bekommen, diese wachsen aus einer Kresse-Gel-Mischung |
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| Jonas verpasst iihm noch Bart und Augenbraue |
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| David spielt mit der Cam |
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| zwei sau starke Typen |
In unserer Einkaufsliste stand
natürlich zwei Dinge: Fromage und Wein, die wir uns hier, weil es sich hier wie
Frankreich anfühlt, genüsslich reingelassen haben.
Die Recherche zum Freizeitangebot in
der Region ergab viele Möglichkeiten, wie wir die kommenden Tage verbringen
konnten. Wir jedoch hatten sau Bock auf Natur und es war schnell klar, dass wir
in den Parc national des
Hautes-Gorges-de-la-Rivière-Malbaie gehen würden.
Der Nationalpark lockte
uns mit Kanu-, Kajak- und Wanderangeboten, die im Vergleich mit denen in
Whistler jeden Schwaben mit der Zunge schnalzen ließen.
Am Montagvormittag
starteten wir also in Badeklamotten in den Park. Ein Kanu für zwei und ein
Einzelkakjak warteten schon auf uns, bereit die Wildwasser von Quebec unsicher
zu machen. Captain Luke und Kombüsen Jonas starteten im Knau, während David mit
dem Kakjak vorlieb nahm.
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| Kakjak David |
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| die Piraten |
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| Spass, soo viel Spass |
Die Fahrt auf dem Rivière-Malbaie war sehr
kräftezehrend, zumal man erst einmal gegen den Strom paddeln musste um am Ende
alles wieder runter zu sausen…naja, „sausen“ ist hier das falsche Wort, auf der
Hinfahrt war die Strömung sau stark, auf der Rückfahrt jedoch eher minimal, was
des Paddeln doppelt anstrengend machte.
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| David und Jonas am Ufer |
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| Vesperpause, Frankreichstyle |
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| Panorame mit Jonas |
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| Panorama mit Doppeljonas und Trippeldavid |
Viele andere Paddler
wurden hinter uns gelassen und einem paar Profikajakern haben wir es so richtig
gezeigt, als wir die stärkste Stromschnelle, im Gegensatz zu ihnen, hoch
gekommen sind.
Am Abend waren wir ziemlich fertig und
bis auf die tägliche Spaghetti-Pesto-Ration haben wir nicht mehr viel hin
bekommen…
Dienstagmorgen
starteten wir in Wandermontur, denn die härteste Wanderstrecke im Park wartete
auf uns 20km und 800 Höhenmeter galt es zu überwinden. Nachdem wir uns auf
einem Stück Straße vier Kilometer warmgelaufen hatten, Startete der eigentliche
Trail.
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| Ich beim Versuch ein Murmeltier zu erlegen |
Kilometer
eins war brutal. Ein Kilometer lang Treppen aus Naturstein, bei denen die
Stufen zwischen 30cm und 70cm variierten. Das Schild, was den ersten Kilometer
markierte, schockte uns sehr, da wir schon ziemlich am schwitzen und außer
Puste waren. Je höher wir kamen, desto angenehmer wurde die Strecke und so
wurde trotz Regen und viel Wind der Gipfel erreicht. Jonas und Davids Tempo war
zwischenzeitlich nein bisschen zu krass für mich, was jedoch an meinem
2-monatigem USA-Vorsprung lag…
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| Aussicht auf den Kanufluss |
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| noch nicht auf dem Gipfel, dennoch Jubel |
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| Schwiegersohn-Lächeln |
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| krasse Klippe |
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| Freeklimbing |
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| Jonas wird veräppelt und merkts net |
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| Seen vom Gipfel aus gesehen |
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| FIN |
Der Abstieg war einfacher wie der
Aufstieg, jedoch musste man höllisch aufpassen, da der ein oder andere Stein
wirklich zum Umknicken und hinfallen einlud. Gegen Ende des Abstiegs ist genau
dies einem gewissen Jonas Mauch passiert, wobei ich glaube, dass er hier über
eine Wurzel gestolpert ist, Wurzeln sind so ziemlich seine Achillesferse.
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| Wandersmänner |
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| eiskalter Wind, die Frisur hält |
Der Auf- und Abstieg erinnerten mich
an eine Szene aus Herr der Ringe, bei der Gollum, Sam und Frodo über eine
schmale, sehr steile Treppe nach Mordor gelangen wollen. Dies hatte ich
erwähnt, und da David so langes, volles Haar hat, habe ich geschlussfolgert,
dass er Sam sei. Um gleich einem schlechten Witz Jonas entgegen zu wirken, der
heute echt nur schlechte Witze gemacht hat, hab ich angemerkt, dass ich frisurtechnisch
absolut nix mit Gollum gemein habe…was natürlich nur mit Gelächter aufgenommen
wurde… Nach ca. viereinhalb Stunden sind wir dann wieder am Parkplatz
angekommen. Echt schnell, denn die 10,2km lange Wanderung, die unser Hike
beinhaltete, war alleine schon für vier bis sechs Stunden ausgeschrieben.
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| nassgeschwitzter Typ |
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| nassgeschwitzter Typ |
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| nassgeschwitzter Typ |
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| nassgeschwitzter Typ |
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| nassgeschwitzter Typ |
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| nassgeschwitzter Typ |
Jetzt sind wir noch platter wie
gestern und freuen uns schon auf Boston und New York!
Bis dän!
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